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Burnout Modewort für Depression
No CommentsDie Stiftung Deutsche Depressionshilfe kritisiert den Gebrauch des Modewortes Burnout. Hierfür gibt es keine Definition und damit auch keine Behandlungsmethoden. Früher war von Depressionen die Rede, während nun selbsternannte Burnout-Kliniken versuchen den Patienten das Geld aus der Tasche zu locken.
Damit der Begriff Burnout nicht weiter inflationär gebraucht wird, hat die Stiftung nun fünf Gegenargumente formuliert. Es gibt keine Definition und damit auch keine Diagnose. Fast alle Menschen die bisher Burnout beklagt haben, leiden an einer depressiven Erkrankung. Ein Symptom einer Depression ist ein Gefühl von Erschöpfung. Auch wird der Begriff Burnout heute häufiger als Synonym für Depression verwendet, was falsch ist.
Ein vierter Grund gegen den Modebegriff ist, dass man denkt mit Urlaub oder längerem Schlaf kann man Burnout bewältigen. Bei einer Depression ist dies jedoch eher nicht ratsam und kann sogar gefährlich sein. Einige Menschen reagieren darauf sogar mit einer Stimmungsverschlechterung und einer Zunahme der Erschöpfung. Auch Urlaub ist eher nicht ratsam, da die Depressionen mitreisen.
Der fünfte Grund ist, das die Vermischung von Stress, Burnout und Depression zu einer Verharmlosung führen kann. Eine gelegentliche Überforderung muss nicht zwangsläufig behandelt werden, denn auch solche Momente gehören zum Leben dazu. Eine Depression hingegen ist eine schwerwiegende und ernstzunehmende Erkrankung, die behandelt werden muss. Depressionen sind auch mehr als nur ab und zu erschöpft zu sein. Um optimal mit der Erkrankung umgehen zu können, sollte man eine Depression auch als eine Depression charakterisieren.
